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Version: 2.0
Gültig ab: 26.02.2026

Gemeinschaftsrichtlinien

Unlio ist eine Plattform zur Arbeit an Initiativen, die reale Menschen und konkrete Orte betreffen.

Von Teilnehmenden wird ein konstruktives, sachliches und auf die Initiative ausgerichtetes Verhalten erwartet.

Diese Richtlinien beschreiben, wie sich Personen bei der Teilnahme verhalten sollen.


1. Sachfragen im Vordergrund, nicht Personen

Diskussionen sollen sich mit dem Inhalt einer Initiative befassen - mit ihren Zielen, Entscheidungen, Handlungen und Ergebnissen.

Eine Verlagerung der Aufmerksamkeit auf die Bewertung einzelner Personen statt auf die Auseinandersetzung mit der Sache schwächt Diskussion und Zusammenarbeit.

Werden einzelne Personen oder Gruppen erwähnt, soll dies nur geschehen, wenn es für das Verständnis des Sachverhalts oder seiner Bedeutung erforderlich ist. Lässt sich ein Punkt ohne Namensnennung darstellen, ist dies in der Regel vorzuziehen.

Persönliche Angriffe, Belästigungen oder Versuche, Personen herabzusetzen, statt sich mit der Sache auseinanderzusetzen, sind unzulässig.


2. Meinungsverschiedenheiten

Deutliche Meinungsverschiedenheiten, auch kontroverse oder unpopuläre Positionen, gehören zu einer sachlichen Auseinandersetzung.

Entscheidend ist die Art und Weise, wie Meinungsverschiedenheiten geäussert werden. Teilnehmende sollen:

  • Argumente und Entscheidungen direkt zu hinterfragen
  • sich mit Begründungen und realen Auswirkungen auseinanderzusetzen
  • klare und nicht feindselige Sprache zu verwenden

Meinungsverschiedenheiten sollen Unterschiede verdeutlichen, nicht Konflikte verschärfen.


3. Keine kollektive Schuldzuweisung

Komplexe Themen sollen anhand konkreter Handlungen, Entscheidungen und Verantwortlichkeiten diskutiert werden.

Die Reduktion von Diskussionen auf pauschale Schuldzuweisungen gegenüber Personen oder Gruppen beeinträchtigt Verständnis und Vertrauen.

Die Darstellung von Personen oder Gruppen als grundsätzlich schädlich oder allein aufgrund ihrer Zugehörigkeit verantwortlich hat auf der Plattform keinen Platz.


4. Relevanz und Präzision

Beiträge sollen mit der jeweiligen Initiative und ihrem Zweck verbunden bleiben.

Pauschale Vorwürfe, übertriebene Behauptungen oder Diskussionen, die sich von der Initiative entfernen, verringern die Klarheit und erschweren die Zusammenarbeit.

Bezüge zu Gruppen oder Akteuren sollen der Erklärung dienen und sie nicht ersetzen.


5. Sensible und kontroverse Themen

Sensible oder kontroverse Themen können diskutiert werden, wenn sie für eine Initiative relevant sind.

Solche Diskussionen sollen sich auf Handlungen, Entscheidungen, Systeme und reale Auswirkungen beziehen und nicht auf Annahmen über Charakter oder Identität.

Sprache, die Personen oder Gruppen entmenschlicht oder herabwürdigt, ist unzulässig.


6. Einfluss und Verantwortung

Personen mit grösserem Einfluss auf Initiativen oder Diskussionen sollen mit Sorgfalt und Zurückhaltung handeln.

Die Nutzung von Einfluss oder Autorität, um andere zum Schweigen zu bringen, Konflikte zu verschärfen oder Diskussionen zu dominieren, untergräbt den Zweck koordinierter Zusammenarbeit.


7. Behauptungen und Reaktionen

Behauptungen, Argumente und herangezogene Quellen sind Teil offener Diskussion und können von anderen hinterfragt werden.

Von Teilnehmenden wird erwartet, ihre Begründungen darzulegen und auf andere Beiträge durch Diskussion zu reagieren, nicht durch Druck, Wiederholung oder Einschüchterung.

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